Unsere  Projekte

ProjekteZielgruppen im Quartier 

Seit dem 1.3.2017 ist Paula e. V. in das vom Gesundheitsministerium NRW geförderte Projekt „Zielgruppen im Quartier – Modellhafte Umsetzungen kultursensibler, gendergerechter, inklusiver und traumasensibler Quartierskonzepte für eine zielgruppenadäquate Versorgung älterer Menschen“ eingebunden. Im Rahmen dieses Projektes werden gemeinsam mit potentiellen Kund*innen und Anbieter*innen von Pflegedienstleistungen, aber auch mit der privaten und der gemeinnützigen Bauwirtschaft (dabei u.a. für Wohnungsbaugenossenschaften, die sich im Bereich Betreuter Wohnanlagen engagieren) und gemeinsam mit lokalen im Quartier ansässigen Einrichtungen, Vereinen, Verbänden und Organisationen neue gender- und behindertengerechte, traumasensible und kulturell angepasste Dienstleistungen sowie Wohn- und Betreuungseinrichtungen konzipiert, die die Spezifika der einzelnen Sozialräume in den Fokus nehmen. Neben der Bedarfserfassung und konzeptionellen Umsetzungsvorbereitung der baulichen Maßnahmen besteht ein zweiter wesentlicher Projektinhalt in der zielgruppenadäquaten (Weiter-) Entwicklung von neuen gender- und behindertengerechten, traumasensiblen und kulturell angepassten Dienstleistungs-Angeboten für ältere Menschen in den beteiligten Quartieren.

Bedarfe alter traumatisierter Männer

Verbesserung der Situation älterer und hochaltriger Männer
Seit 2016 beschäftigt sich Paula e.V. auch mit der Verbesserung der Situation traumatisierter alter und hochaltriger Männer. Im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen hat Paula e. V. von Juli – Dezember 2016 eine wissenschaftliche Studie zur Erhebung der Bedarfe traumatisierter älterer bis hochaltriger Männer sowie zur Erfassung von bestehenden Angeboten im Land NRW zu traumasensibler Beratung und Unterstützung durchgeführt. Die Studie wurde vom Gesundheitsministerium NRW veröffentlicht und können Sie dort oder hier Studie Bedarfe traumatisierter Männer in NRW herunterladen.

Unterstützung für Frauen ab 60 

Von 2013 bis 2015 führte Paula e. V. das vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW) geförderte Projekt „Bedarfsgerechte Unterstützung für von Gewalt betroffene oder traumatisierte ältere bis hochaltrige Frauen in Form von Konzeptentwicklung für traumasensible Begleitung, Beratung, Pflege und Therapie“ durch. Im Rahmen des Projektes wurden Fort-, Aus- und Weiterbildungskonzepte für BeraterInnen, BegleiterInnen, BeraterInnen aus der Hospiz- und Demenzarbeit, Psycho- und Somatische TherapeutInnen und für Pflegende aus Alten- und Gesundheitshilfe entwickelt und modellhaft erprobt. Das Augenmerk lag darauf, die adäquate Unterstützung von älteren Frauen mit all ihren vielfältigen kulturellen, religiösen und sozialen Hintergründen und Identitäten gezielt zu entwickeln und zu begünstigen, z.B. für Frauen mit Migrations-, Flucht- oder Verfolgungshintergrund, lesbische und bisexuelle Frauen, Transsexuelle und Transgender. Erarbeitet wurden die Ergebnisse von einem Qualitätszirkel, der mit den verschiedenen Professionen aus den Bereichen Psychologie (Psychotraumatologie, Traumatherapie), Pflegepraxis sowie Bildungsmanagement besetzt war.
Die Projektergebnisse wurden in unserem Handbuch, das im Januar 2016 erschienen ist, veröffentlicht. buch_lebendig

Auch können bei Paula e.V. die entwickelten Konzepte und  Fortbildungen zur traumasensiblen Begleitung, Beratung, Pflege und Therapie angefragt werden. Ziel des Projektes war es, die Lebenssituation von Frauen über 60 Jahren, die Traumata und Gewalt erlebten oder aktuell erleben, durch traumasensible bedarfsgerechte Unterstützung zu verbessern und so ein möglichst selbstbestimmtes, aktives und würdevolles Leben der älteren bis hochaltrigen Frauen zu fördern. Dazu wurden geeignete Fort-, Aus- und Weiterbildungskonzepte für Berater*innen, Begleiter*innen, Berater*innen aus der Hospiz- und Demenzarbeit, Psycho- und Somatische Therapeut*innen und für Pflegende aus Alten- und Gesundheitshilfe entwickelt. Im Fokus stand die Verbesserung der Pflege und Betreuung in Pflegeeinrichtungen.
Kooperationspartner des Vorhabens war das Norbert Burger Seniorenzentrum des ASB Köln in Köln-Mülheim. Modellhaft wurden im Rahmen des Projektes unterstützende Konzepte erprobt, sie sind die Basis für die Entwicklung von Qualitätsstandards und Handlungsleitfäden für Pflegeeinrichtungen, um traumasensible Pflege, Betreuung und Beratung zu implementieren. Neu ist für Fachkräfte im Altenhilfebereich der Blick auf alte bis hochaltrige Frauen mit Migrationshintergrund und daraus resultierende Traumatisierungen sowie die Thematisierung von Traumatisierungen und demenziellen Erkrankungen.

Hier können Sie die Broschüre mit den Projektergebnissen herunterladen. Broschüre mit den Projektergebnissen für die Pflege

Das Projekt wurde gefördert im Rahmen des Projektaufrufes “Altersgerechte Versorgungsmodelle, Produkte und Dienstleistungen” des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW) und der EU. leiste_foerderlogos
Das Projekt war dem Schwerpunkt des Aufrufs „Geschlechtergerechte und kultursensible Unterstützung gesundheitlicher und pflegerischer Versorgung im Alter“ zugeordnet.

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